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Stiftung „Resozialisierungsfonds für Straffällige“

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Stiftung „Resozialisierungsfonds für Straffällige“

Luisenstraße 13, 65185 Wiesbaden
Telefon: 0611 32-2611
Telefax: 0611 32-2868
Email: info(at)resofonds-hessen(dot)de
Internet: www.resofonds-hessen.de

Der „Resozialisierungsfond für Straffällige“ vergibt Sanierungshilfedarlehen bis zu festgelegten Obergrenzen von 3.000 Euro. Allerdings muss von Gläubigerseite die Bereitschaft bestehen, vergleichsweise auf einen erheblichen Teil der jeweiligen Forderung zu verzichten. Der vereinbarte Vergleichsbetrag wird direkt von der Stiftung an den oder die Gläubiger ausgezahlt; der Schuldner zahlt im Rahmen der vereinbarten Monatsrate (zinslos oder zinsgünstig) an die Stiftung zurück.

  • Die Hilfen durch den Resozialisierungsfonds umfassen zinslose oder zinsgünstige (4%)Darlehen i.d.R. bis zu 3.000 € (im Ausnahmefall auch bis zu 8.000€) aus den Fondsmitteln.
  • Die Darlehen sollen dazu verwendet werden, Schulden, die im Zusammenhang mit Straftaten oder aus anderen Gründen entstanden sind, zu bereinigen. Dabei wird die vollständige Ablösung aller bestehenden Forderungen angestrebt, sofern mit allen Gläubigern Vergleiche in der notwendigen Höhe erreicht werden können.
  • Verhandlungsgrundsatz ist, zwischen Schuldner und Gläubiger einen Interessenausgleich herbeizuführen und damit einen Beitrag zur Erhaltung des Rechtsfriedens zu leisten, im Besonderen bei finanziellen Forderungen aus Straftaten.
  • Schmerzensgeldforderungen und Schadenersatzansprüche von Opfern aus Gewalttaten sollen nach Möglichkeit in vollem Umfang in Sanierungsverfahren Berücksichtigung finden.
  • Geldstrafen und Geldbußen können in Sanierungsverfahren nicht einbezogen werden.
  • Die gesamten Forderungen der Schuldner werden zusammengefasst, sie zahlen nur noch an die Stiftung als Gläubiger, und dies in einer ihrer finanziellen Situation angepassten Rate auf eine deutlich geringere Gesamthöhe.

Der Antragsteller soll während des Zeitraums der Sanierung aktiv mitarbeiten, u.a. durch

  • Erfassen aller bestehenden Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Antragstellung,
  • Erstellen eines monatlichen Haushaltsplans mit allen Einnahmen und Ausgaben,
  • Erteilen einer Vollmacht für die Verhandlungen mit den Gläubigern,
  • Vornahme von Ansparungen ab Beginn der Gläubigerverhandlungen in Höhe der zu erwartenden Tilgungsrate.

Relevante Adressen in unserer Datenbank: Resozialisierungsfonds

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