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Hilfen zur Erziehung für Jugendliche und junge Erwachsene

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Hilfen zur Erziehung für Jugendliche und junge Erwachsene

Kann die Elternerziehung zum Wohl des Jugendlichen nicht geleistet werden, haben die Sorgeberechtigten Anspruch auf Hilfe zur Erziehung.

Diese fallen je nach Bedarf der Familien und des Kindes oder Jugendlichen individuell aus und werden anhand eines Hilfeplanverfahrens unter Einbeziehung des engeren sozialen Umfeldes des Klienten vom Betreuenden des Jugendamtes

Je nach vorliegendem Hilfebedarf können ambulante, teilstationäre oder stationäre Hilfen zur Erziehung in Anspruch genommen werden.

 

Ambulante Hilfen zur Erziehung

Ambulante Hilfen sind niedrigschwellige Hilfsangebote wie sozialpädagogische Familienhilfe oder Erziehungsbeistandschaft. Dabei kommt der Betreuer oder die Betreuerin direkt in die Familie und arbeitet mit den Familienmitgliedern. Ziel ist es, durch die Bewältigung von Alltags- und Erziehungsproblemen die familiäre Situation zu entspannen und verbessern und somit den Kindern eine positive Entwicklung zu ermöglichen.

Auch Erziehungsberatungsstellen gelten als ambulante Hilfe.

„Alle ambulanten Hilfen erfordern eine aktive Mitarbeit der Beteiligten und eine ausreichende Motivation, um Veränderungen in der familiären Situation zu ermöglichen.“ (http://www.familie.landkreis-guenzburg.de/fileadmin/pdf/familie/26_Hilfen_zur_Erziehung_2014_03_07.pdf)

 

Teilstationäre Hilfen zur Erziehung

Angebote der teilstationären Hilfen richten sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche. Diese können an festgelegten Tagen im Anschluss an den Schulbesuch an einer Tagesgruppe teilnehmen. Diese Tagesgruppen bieten individuelle Einzelförderung, soziale Gruppenarbeit, aber auch beratende und betreuende Elternarbeit.   

Teilstationäre Hilfen sollen familienergänzend wirken.

 

Stationäre Hilfen zur Erziehung

„Wenn der erzieherische Bedarf in Familien so hoch ist, dass diesem nicht mehr mit ambulanten Hilfen zur Erziehung begegnet werden kann, ist mitunter eine Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen in einer Pflegefamilie oder Einrichtung erforderlich. Eine vollstationäre Unterbringung ist oftmals auch notwendig, wenn eine Kindeswohlgefährdung in der Herkunftsfamilie festgestellt wird.“ (http://www.familie.landkreis-guenzburg.de/fileadmin/pdf/familie/26_Hilfen_zur_Erziehung_2014_03_07.pdf)

Die stationären Einrichtungen bieten je nach ausgewählter Zielgruppe unterschiedliche Therapiemöglichkeiten und pädagogische Konzepte (z.B. geschlechtsspezifische Einrichtungen oder Themen wie Essstörung, Sucht, Selbstverletzendes Verhalten)

Stationäre Hilfen zur Erziehung sind familienersetzend.

Mögliche stationäre Hilfen sind:

  • Stationäre Betreuung in einem Heim
  • Wohngruppen (ambulantes Betreutes Wohnen)
  • Familienintegrative Wohnformen (Leben in einem Familiensystem unter Einbeziehung der Herkunftsfamilie
  • Wochen- oder Intensivgruppen
  • Inobhutnahmestellen

Neben der Förderung der Eigenverantwortlichkeit gibt das Gesetz nach § 34 SGB VIII mögliche Zielrichtungen vor:

  • die Rückkehr in die Familie
  • die Erziehung in einer anderen Familie vorzubereiten
  • eine auf längere Zeit angelegte Lebensform zu bieten
  • Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie

 

Des Weiteren erfahren die Jugendlichen Unterstützung in den Bereichen Lebensführung sowie Beratung zu Ausbildung und Beschäftigung.

Hilfen zur Erziehung sind in der Regel bis zur Vollendung des 21.Lebensjahres vorgesehen.

Für weitere Informationen und genaue Ansprechpartner wenden Sie sich bitte an das zuständige örtliche Jugendamt.

 

Quellen: